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Distributionswege
Distributionswege im Kfz-Teilemarkt

Ganz im Gegensatz zur weitverbreiteten öffentlichen Meinung sind die Automobilhersteller keinesfalls die einzigen Lieferanten von Kfz-Ersatzteilen. In Wahrheit produzieren sie nicht einmal 20% der benötigten Ersatzteile selbst, sondern beziehen den Großteil von Teileherstellern und verkaufen sie dann über ihre eigenen Vertriebsnetze i. d. R. mit ihrem eigenen Markenzeichen versehen als sogenannte Originalteile (z. B. Volkswagen Originalteile, Mercedes Originalteile u.s.w.) an die Werkstätten.


Die Hersteller der Ersatzteile beliefern aber nicht nur die Automobilhersteller für deren Erstausrüstungs- und Ersatzbedarf; sie bieten den Werkstätten Teile auch über den unabhängigen Teilegroßhandel an – versehen mit dem eigenen Markenzeichen. Die Teilehersteller können so über dringend benötigte Erträge aus dem Ersatzteilverkauf verfügen und machen sich von den Automobilherstellern unabhängiger.

Seit nahezu hundert Jahren wird der Ersatzteilmarkt auf diese Weise durch zwei konkurrierende Blöcke beliefert. Auf der einen Seite stehen die Automobilhersteller mit ihrem eigenen Netzwerk von Vertragshändlern und –werkstätten (die sogenannte OEM-Schiene), auf der anderen Seite steht der unabhängige Ersatzteilmarkt (die so genannte IAM-Schiene).
 
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