GVA - Handeln für Wettbewerb - page 4-5

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GRUNDLAGEN FAIREN WETTBE-
WERBS IN UNSERER BRANCHE
Verbraucher sollen wählen können, wo und mit wel-
chen Teilen sie ihr Fahrzeug warten und reparieren
lassen. Der Gesamtverband Autoteile-Handel e.V.
engagiert sich in Deutschland im Sinne der Verbrau-
cher für die Interessen seiner Mitglieder aus dem
freien Kfz-Teilehandel und der Kfz-Teileindustrie.
Bezahlbare Mobilität kann es nur geben, wenn im
Kfz-Teile- und Servicemarkt fairer Wettbewerb
zwischen den Fahrzeugherstellern und ihren Ver-
triebs- und Servicenetzen und den Akteuren des
freien Marktes, wie etwa freien Teilehändlern und
Mehrmarken-Servicebetrieben, herrscht. Der GVA
setzt sich dafür ein, dass die Grundlagen für fairen
Wettbewerb erhalten und ausgebaut werden:
Der freie Markt benötigt einen umfassenden
und praxisgerechten Zugang zu den techni-
schen Informationen der Fahrzeughersteller.
Ohne diesen Zugang ist eine Ersatzteilidenti-
fizierung und –zuordnung sowie die Reparatur
und Wartung moderner Fahrzeuge kaum mehr
möglich. Schnittstellen für Elektronik, Diagnose
und Kommunikation müssen sicher, standardi-
siert und für den freien Markt zugänglich sein.
Das Recht der Teileindustrie, ihre Produkte in
den gesamten Ersatzteilmarkt zu liefern und ihr
eigenes Markenzeichen auch auf den Teilen an-
zubringen, die sie an die Fahrzeughersteller lie-
fert, ist verbrieft und muss in der Praxis durch-
gesetzt werden.
Der Zugang des freien Servicemarkts zu allen
Ersatzteilen, auch jenen, die allein der Fahr-
zeughersteller anbietet, muss weiterhin ge-
währleistet sein, damit Reparaturen in vollem
Umfang auch im freien Markt ausgeführt wer-
den können.
Es muss auch herstellergebundenen Service-
betrieben möglich sein, Teile vom freien Kfz-
Teilehandel zu beziehen, ohne deshalb Nachtei-
le seitens des Fahrzeugherstellers fürchten zu
müssen.
Automobilhersteller sollen den Wettbewerb
nicht dadurch verzerren dürfen, dass sie die
gesetzliche Gewährleistung oder Garantien
von Reparatur und Wartung bei ihren Vertrags-
partnern und mit von ihnen gelieferten Teilen
abhängig machen.
Der Gesetzgeber muss verhindern, dass durch
den Einsatz von Schutzrechten, wie zum Bei-
spiel beim Designschutz für Ersatzteile, der
Wettbewerb ausgeschlossen wird. Denn das
wäre zum Nachteil der Verbraucher.
Der GVA verfolgt bei seiner Arbeit nicht nur Interes-
sen einer Branche, sondern hat darüber hinaus das
Wohl der Autofahrer und der Umwelt fest im Blick.
DER GVA: DIE STIMME DES FREI-
EN KFZ-TEILEMARKTES
Der Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. wurde
durch die Verschmelzung der beiden Verbände VKG
(Verband der Kraftfahrzeugteile- und Zweirad-Groß-
händler e.V.) und IGWV (Interessengemeinschaft
der Werksvertretungen für Kfz-
Teile e.V.) am 24. April 1990
gegründet. Primäres
Ziel des
Zusammenschlusses war, die Existenz des freien
– von den Automobilherstellern unabhängigen – Au-
toteilehandels über die Branche hinaus bei Behörden,
der Regierung, den Parteien und gegenüber der Pres-
se bekannt zu machen, und dabei mit einer Stimme
(für Großhändler und Werksvertreter) zu sprechen.
DIE GVA-MITGLIEDER AUS KFZ-
TEILEHANDEL UND KFZ-TEILE-
INDUSTRIE
Der GVA hat derzeit etwa 140 Handelsunternehmen
mit über 1.000 Betriebsstellen als ordentliche Mit-
glieder. Darüber hinaus sind im Verband rund 130
Kfz-Teilehersteller in außerordentlicher Mitgliedschaft
organisiert. Der GVA ist damit einer der wenigen Han-
delsverbände, der die Mitgliedschaft der Lieferanten
zulässt. Die im Gesamtverband Autoteile-Handel e.V.
organisierten Handelsunternehmen repräsentieren
etwa 80 Prozent des Umsatzes des freien Kfz-Teile-
Großhandels – einer rein mittelständisch strukturier-
ten Branche.
INTERESSENVERTRETUNG AUF
NATIONALER UND EUROPÄI-
SCHER EBENE
Der GVA wird immer dann tätig, wenn die Interessen
des freien Kfz-Teilehandels durch politische
oder wettbewerbsrechtliche
Rahmensetzung berührt
werden.
Ein großer Teil der branchenrelevanten Gesetzge-
bung findet auf europäischer Ebene statt, deshalb
ist der GVA Mitglied im europäischen Dachverband
des Kfz-Teilehandels, FIGIEFA. Aufgrund der engen
Verzahnung der EU-Legislative mit dem nationalen
Gesetzgeber ist der GVA sowohl auf deutscher als
auch europäischer Ebene politisch aktiv. Branchenre-
levante Fragen werden von verschiedenen Bereichen
der Politik gesetzgeberisch bearbeitet, mit besonde-
ren Schwerpunkten in der Wirtschafts-, Justiz-, Ver-
kehrs- und Umweltpolitik. Der konstruktive Kontakt
des GVA mit politischen Entscheidungsträgern er-
folgt deshalb ressortübergreifend auf verschiedenen
politischen Ebenen der Exekutive und der Legislative.
DER GVA ALS DIENSTLEISTER SEI-
NER MITGLIEDER
Der GVA bietet seinen Mitgliedern vielfältige Informa-
tions- und Kommunikationsmöglichkeiten. Ein beson-
derer inhaltlicher Fokus liegt auf der Vermittlung wich-
tiger Entwicklungen des Marktes für Kfz-Ersatzteile
und seiner wirtschaftlichen, politischen und rechtli-
chen Einflussfaktoren. Damit verfolgt der GVA das
Ziel, seinen Mitgliedsunternehmen Informationen für
ihre strategischen und operativen
Entscheidungen zu liefern.
GVA – Handeln für Wettbewerb
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