GVA - Handeln für Wettbewerb - page 14-15

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FAHRZEUGVERNETZUNG
Die Europäische Union möchte die Zahl der Toten
und Schwerverletzten im Straßenverkehr deutlich
senken. Dieses Ziel soll unter anderem mit dem
elektronischen Notrufsystem eCall (emergency
Call) erreicht werden, das europaweit verpflichtend
für Neuwagen wird. Dabei werden im Fall eines Un-
falls mittels GPS und mobilen Datennetzen auto-
matisiert Rettungskräfte gerufen. Am 19. Mai 2015
trat die eCall-Verordnung (EU) 2015/758 in Kraft.
In dieser wird die verpflichtende europaweite Ein-
führung des automatisierten elektronischen Notrufs
eCall in neue Fahrzeuge ab April 2018 geregelt. Der
GVA unterstützt eCall uneingeschränkt. Gleichzeitig
warnt er aber vor möglichem Missbrauch der durch
Telematikanwendungen in Fahrzeugen gewonne-
nen Daten. Denn es muss bei Anwendungen, die
über eine Notruffunktion hinausgehen, dafür Sor-
ge getragen werden, dass unabhängige Akteure
nicht aus dem Kfz-Aftermarket gedrängt werden.
So können Fahrzeughersteller etwa Telematiksyste-
me auch für kommerzielle Anwendungen (sog. busi-
ness Call bzw. bCall) einsetzen.
Zahlreiche Fahrzeughersteller machen davon be-
reits Gebrauch. Viele moderne Autos sind nahezu
permanent mit den Systemen der Fahrzeugherstel-
ler verbunden. So erhalten Autofahrer, ob gewollt
oder nicht, etwa Hinweise vom Hersteller auf ihr
Navi-Display, den nächsten Servicebetrieb für eine
Wartung anzusteuern. Natürlich handelt es sich
dann um einen vom Fahrzeughersteller autorisierten
Betrieb. Der freie Markt wird so vom Wettbewerb
ausgeschlossen. Durch die regulative Einführung
von eCall ist damit zu rechnen, dass sich die Ver-
breitung von Telematik-Systemen rasant beschleuni-
gen wird. Der Wettbewerb im Kfz-Aftermarket droht
dann ausgebremst zu werden. Der GVA tritt dafür
ein, dass die Wahlfreiheit der Verbraucher durch
Telematikanwendungen nicht eingeschränkt wird.
Damit unabhängige Marktteilnehmer ihre eigenen
Dienstleistungen und Produkte anbieten können,
müssen sich die bordeigenen Telematiksysteme auf
interoperable, standardisierte, gesicherte und zu-
gangsoffene Plattformen stützen. Der europäische
Gesetzgeber muss die entsprechenden Wettbe-
werbsregeln und Typgenehmigungsvorschriften an
die neuen Anforderungen anpassen, damit auch im
digitalen Zeitalter fairer Wettberwerb gesichert ist.
Die Gründe, die für eine Mitgliedschaft im GVA
sprechen, sind vielfältig. Neben dem übergeordne-
ten Ziel, gemeinsam mit anderen Akteuren der Bran-
che einen aktiven Beitrag zur Zukunftssicherung
des freien Marktes zu leisten und sich mit starker
und durchsetzungsfähiger Stimme bei politischen
Entscheidungsträgern Gehör zu verschaffen, bieten
sich unmittelbare Vorteile für das Tagesgeschäft:
Zahlreiche Informations- und Kommunikations-
angebote zu branchenrelevanten Themen, viele
davon wurden in dieser Broschüre aufgeführt.
Knüpfen neuer und Pflege bestehender Bran-
chenkontakte.
Zugang zu exklusiven Veranstaltungen des
GVA, Zugang zu exklusiven Brancheninformati-
onen bzw. Sonderkonditionen etwa für Studien.
Die Möglichkeit, das eigene Unternehmen auf
zu präsentieren.
Ein attraktives Fortbildungsprogramm mit inter-
essanten Seminaren
).
Vorteile einer GVA-Mitgliedschaft
Ansprechpartner/Kontakt
Ansprechpartner:
Präsidium:
Hartmut Röhl, 1. Vorsitzender
Bernhard Strauch, 1. stellv. Vorsitzender
Fabian Roberg, 2. stellv. Vorsitzender
Michael Katschmanowski, Schatzmeister
Stephan Klatt
Rüdiger Hahn
Michael Göhrum
Geschäftsführerin:
Marita Kloster
Kontakt:
Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA)
Gothaer Straße 17
40880 Ratingen
Tel.: 0 21 02 / 77 0 77-0
Fax.: 0 21 02 / 77 0 77-17
Hauptstadtbüro:
Am Weidendamm 1A
D-10117 Berlin
Tel.: 0 30 / 59 00 99 - 439
Mail:
1,2-3,4-5,6-7,8-9,10-11,12-13 16
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