Den ökonomischen Wandel gestalten

Deutschland ist einer der größten Profiteure der internationalen Arbeitsteilung, die Anfang der 1990er Jahre mit dem Ende des Kalten Krieges und der langsamen aber stetigen Öffnung Chinas massiv Tempo aufgenommen hat. Der Wandel hin zu mehr, schnellerem und tieferem Handel hat das deutsche Geschäftsmodell – die Produktion hochentwickelter Produkte für den Weltmarkt – möglich gemacht und Jahrzehnte gut funktioniert. Die deutsche Automobilindustrie als Kernindustrie Deutschlands konnte ihre Kostenstruktur optimieren, neue Märkte erschließen und ein globales Netz an Geschäftsbeziehungen aufbauen. Der Wandel der 1990er, getragen von sehr viel Optimismus kommt an sein Ende. Die USA als Verteidiger der internationalen Ordnung ziehen sich zurück und blockieren die Funktionsweise sogar (WTO-Blockade, Zölle als politische Maßnahme etc.), das Vereinigte Königreich hat die Europäische Union verlassen und neue starke Akteure fordern Deutschland auf dem Gebiet seiner Schlüsselindustrie heraus. Es scheint, als stehe die Globalisierung, die ökonomisch viele Gewinner, aber auch einige Verlierer, produziert hat, vor einer Rückabwicklung. Der Wandel ist unverkennbar und bedroht Deutschlands wirtschaftliche Basis. Die Zeiten sind zwar ungemütlich, aber nicht hoffnungslos.  Welche Ursachen dieser Wandel hat und wie er so gestaltet werden kann, dass Deutschland ökonomisch nicht zu den großen Verlierern zählt, wird uns der bekannte Professor für internationale Volkswirtschaftslehre Prof. Dr. Jens Südekum erläutern. Der Globalisierungsexperte, mit einem beeindruckenden Renommee, ist ein gefragter Berater und berät u.a. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in zentralen wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen. Wir sind stolz, unseren Gästen den Austausch mit Prof. Südekum auf der GVA-Automotive Conference am 21. November 2025 in Frankfurt am Main zu ermöglichen.

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