Der NKW-Ausschuss des GVA hat sich in seiner letzten Sitzung u.a. mit dem Thema „Auswirkungen des Lkw-Fahrermangels“ beschäftigt und geeignete Gegen-Maßnahmen diskutiert. Herausgearbeitet wurde, dass nicht die harten Faktoren, wie die Bezahlung, zur Unattraktivität beitragen, sondern die „weichen“ Faktoren. Damit sind insb. Dinge wie Wertschätzung und die allg. Rahmenbedingungen – und hier die in Deutschland nicht ausreichende Versorgung mit Parkplätzen – gemeint. Dieses Thema hat natürlich viele Facetten, aber jeder Schritt in die richtige Richtung dämpft dieses Problem.
Dementsprechend begrüßt der GVA den neuen Stellplatz-Informationsdienst (SID). Die App sorgt für eine bessere Verteilung auf die begrenzten Ressourcen und führt durch eine bessere Allokation zu einer Stressminderung bei den Fahrern. Es ist gut, dass die ohnehin zu wenigen Plätze besser genutzt werden können. Es ist jedoch auch klar, dass weitere Rastplätze gebraucht werden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder weist richtig darauf hin: „Wir müssen den Job attraktiver machen und wir müssen alles dafür tun, dass die Fahrer auch sehen, dass die Gesellschaft ihre Arbeit wertschätzt.“ Dem schließen wir uns zu 100 Prozent an und hoffen, dass die Bundesregierung weitere Verbesserungen auf den Weg bringt, denn jeder weiß, „der Lkw muss rollen“, sonst gibt es weder Nudeln, noch Spülmittel oder unzählige andere Güter, die jeden Tag ganz selbstverständlich gekauft werden. Lkw-Fahrer spielen für die Versorgung der Bevölkerung eine entscheidende Rolle.
Auch für die Sicherheit im Straßenverkehr ist der SID ein wichtiger Baustein, wenn dadurch Lenk- und Ruhezeiten besser eingehalten werden und es nicht bei der Einfahrt auf Rastplätze durch chaotisch geparkte LKW zu gefährlichen Situationen kommt.
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