Im April 2026 sind mehr batterie-elektrische Pkw (64.350) zugelassen worden, als Benziner (53.420). Der Trend zur Elektrifizierung des Fahrzeugbestandes nimmt weiter Fahrt auf. Die Bundesregierung musste zwar ihr utopisches Ziel von 15 Millionen batterie-elektrischen Pkw bis 2030 im Fahrzeugbestand aufgeben, dennoch sprechen die Zahlen für sich. Durch den Iran-Krieg und die zeitweise gesperrte Straße von Hormus – mit denen sich daraus ergebenen hohen Preisen für Verbrenner-Kraftstoffe – hat diese Entwicklung nochmals einen Schub bekommen. Auch wenn Kaufentscheidungen teurer Güter, wie Autos, langfristig geplant werden, dürfte das Merkmal „Antrieb“ anhand kurzfristiger Rahmenbedingungen entschieden worden sein.
Die deutschen Fahrzeughersteller haben den Vorteil, dass sie auf ein weltweit einmalig starkes Netz an hochinnovativer Zuliefererindustrie zurückgreifen können. Teure und in der Wirkung hoch umstrittene Subventionen, wie der sogenannte Tankrabatt oder die Kaufprämie von E-Autos, lehnen wir indes vollkommen ab. Der Kunde kennt seine Bedürfnisse selbst am besten und weiß, aus welchen Gründen er/sie sich für oder gegen eine Antriebsart entscheidet. Produkte müssen von sich aus überzeugen und das gelingt mitunter am besten, wenn es auch einen nachgelagerten, freien Markt, mit Wahlfreiheit und bezahlbaren Preisen gibt. Das Geld der Steuerzahler sollte in eine geeignete Verkehrsinfrastruktur fließen. Die Menschen sind, auch in Großstädten, auf ihr Fahrzeug angewiesen, um ihren Alltag bewältigen zu können. Es gibt hier keine „bessere“ oder „schlechtere“ Technologie. Wichtig ist, dass die individuelle Mobilität auch in Zukunft gesichert wird. Egal ob batterie-elektrisch oder Verbrenner – die GVA-Mitglieder stehen bereit mit ihren Produkten und Services genau das zu ermöglichen.