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Marktvolumina
Der freie Kfz-Service- und Ersatzteilmarkt
Rolle des freien Kfz-Teile-Großhandels
Der freie Kfz-Teile-Großhandel zählt vor allem gewerbliche Endverbraucher und andere Einzelhandelsunternehmen (z.B. Baumarktketten) zu seinen Kunden. Als gewerbliche Endverbraucher treten in der Regel freie Werkstätten, Facheinzelhändler und Tankstellen auf, doch kaufen ebenso autorisierte Vertragshändler bzw. Werkstätten der Automobilkonzerne beim freien Kfz-Teilehandel hinzu. Die sog. Aftermarket-GVO (Gruppenfreistellungsverordnung für den Vertrieb von Kfz-Ersatzteilen und den Werkstattmarkt) samt begleitende Leitlinien ermöglicht den Vertragshändlern der Fahrzeughersteller, qualitätsgleiche Ersatzteile im freien Kfz-Teilehandel zu kaufen. Einige Kfz-Teile-Großhändler richten sich auch vertikal auf dem Markt aus, d.h. sie treten nicht nur als Großhändler und Ersatzteilelieferant für gewerbliche Abnehmer auf, sondern verkaufen auch direkt an den Endverbraucher oder bieten einen eigenen Werkstattservice an.
Autoersatzteile: Entwicklung der Marktanteile
Dem freien Werkstattmarkt ist es in den letzten Jahren gelungen, sich Stück um Stück besser im Gesamtmarkt zu positionieren und Anteile hinzu zu gewinnen. Diese Entwicklung hat verschiedene Gründe:
- das Durchschnittsalter des Fahrzeugbestands steigt kontinuierlich an (auf ca. 10 Jahre zum 1.1.2024),
- steigende Gesamtzahl der angemeldeten Kfz,
- zunehmende Professionalisierung des freien Werkstattmarktes (insbesondere durch Zunahme der Systemwerkstätten),
- gekündigte Vertragsbetriebe nehmen ihre Kunden mit in den freien Markt,
- zunehmende Preissensibilität des Autofahrers.
45 Prozent aller Werkstattarbeiten wurden im Jahr 2025 in einer Vertragswerkstatt durchgeführt. Die freien Betriebe konnten 2025 einen Anteil von 44 Prozent erzielen. Ausschlaggebend für den Ort der Wartung ist auch das Alter des Fahrzeugs. Es gilt: Je älter das Fahrzeug, desto wahrscheinlicher kommt es zur Wartung in die freie Werkstatt.