Statement zur wirtschaftlichen Lage nach dem ersten Quartal 2026

Die deutsche Wirtschaft steckt weiter in der Krise. Neben neuen außenpolitischen Hiobsbotschaften, wie der blockierten Straße von Hormus, warten wir im Inland weiter auf spürbare wirtschaftliche Reformen, die dieses Land wirtschaftlich wiederbeleben. Es überrascht wenig, dass allgemeinwirtschaftlich Frustration und Resignation vorherrschend sind. Allgemeinwirtschaftlich hat sowohl dem ersten Quartal 2026 als auch prognostiziert für die kommenden drei Quartale 2026 kein einziges GVA-Mitglied in der jüngsten GVA-Mitgliederbefragung die Kategorie „gut“ vergeben. Die Situation ist schlecht und es wird nicht mit einer schnellen Besserung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands gerechnet. Selbst die Bundesregierung hat kürzlich ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft für 2026 auf 0,5 Prozent gesenkt. Der freie Markt hingegen kommt ins Tun und verlässt mit einem starken März-Ergebnis mit Schwung das erste Quartal 2026. Die Handels- und Industriebeiräte des GVA haben bereits Anfang März mit Blick auf die sehr schwachen ersten zwei Monate des Jahres berichtet, dass sich massive Nachholeffekte bemerkbar machen – sie sollten Recht behalten. Die Aufholjagd zeigt sich u.a. in den Besitzumschreibungen. Die Pkw-Besitzumschreibungen legten im März 2026 (im Vergleich zum März 2025), mit ca. 605.000 Einheiten, um knapp 9,1 Prozent zu und haben das Minus in diesem Bereich auf 1,6 Prozent für das erste Quartal 2026 senken können. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich hier im NKW-Bereich. Im März 2026 wechselten z.B. 41.865 LKW den Besitzer, was einem Plus von 9,6 Prozent zum März 2025 entspricht und in diesem Segment die schwachen Monate Januar und Februar 2026 mit einem Minus von 0,4 Prozent im ersten Quartal 2026 fast wett gemacht wurden. Die GVA-Mitgliederbefragung zeigt: ca. 60 Prozent der GVA-Mitglieder konnten ihre Umsätze im ersten Quartal 2026 steigern. Der freie Autoteile-Großhandel konnte durch diese starke Entwicklung im ersten Quartal eine nominale Umsatzsteigerung von 4,9 Prozent vorweisen. Mit diesem Schwung gehen die GVA-Mitglieder in den weiteren Jahresverlauf. Fast 70 Prozent gehen von steigenden Umsätzen im Jahr 2026 aus.
 

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